Kosbacher Stad´l e.V.
Kosbacher Stad´l e.V.

1988 bis 2000

In den folgenden Jahren wurde im südlichen Teil der Maschinenhalle die Werkstatt ausgebaut und eine Küche installiert. Alljährlich zum Stad´l Fest gibt es hauseigene Schlachtfestspezialitäten.

Die freiwillige Feuerwehr Kosbach - Häusling erhält eine große Garage. Der Eingangsbereich der Maschinenhalle wird überdacht. Der Bolzplatz wird fertig gestellt und eingesät.
Bis Ende 1990 leisteten die Vereinsmitglieder insgesamt über 15000 Arbeitsstunden.
1992 beantragte der Stadlvorstand Helmut Eichler die Erweiterung der Nutzfläche des Kosbacher Stad´ls. Im Rahmen der gleichen Zweckbestimmung wurde die ehemalige Maschinenhalle dem Verein mit einem Nachtrag zur bestehenden Nutzungsvereinbarung überlassen.
1993 begannen die Rohbauarbeiten an der Maschinenhalle mit dem Einbringen eines neuen Betonfundamentes. Diverse Maurer- und Zimmererarbeiten folgten. Danach wurden Türen und Fenster gesetzt.
1996 wurden an der Südseite zwischen Feuerwehr und Stad´l Abwasserleitungen verlegt, ein Bodengully gesetzt und die Bodenplatte mit Abwasserinstallation für den Toiletten- und Duschtrakt betoniert.
Die große, vorher nicht bekannte Menge an Baurückständen und Gerümpel im Boden machte es dringend notwendig eine Firma mit dem Aushub zu beauftragen. Nach den Bodenarbeiten wurde der gesamte Bereich gepflastert. In Eigenleistung wurde mit dem Rohbau des Toiletten- und Duschgebäudes begonnen. Die Sanitärplanung und Montage, ebenso wie Elektroplanung und Montage, wurden, ebenfalls in Eigenleistung, mit Beratung erfahrener Fachleute durchgeführt. Der Zwischenraum zum Stad´l wurde mit Zementsteinen gepflastert. Es folgte die Montage der Dachrinnen am Anbau.
Die Großkühlzelle zur Energieeinsparung und Arbeitserleichterung bei Veranstaltungen wurde eingebaut. Dank der Hilfe der Brauerei Kitzmann konnte die Finanzierung über die Bühne gehen. Auf das Dach des Stad´ls wurde ein Storchennest gestellt, in der Hoffnung, dass dieses bald bevölkert wird. Der Jugendclub erhält neue Tische und Stühle, ebenso wurde der Töpferraum neu möbliert. Sicherheitsaspekte und Energieersparnis gegenüber der bisherigen Beleuchtung standen im Vordergrund bei der Entscheidung einen Beleuchtungsmast neben dem Backofen aufzustellen.
Parkplatz und Hofeinfahrt wurden asphaltiert, da der alte Zustand durch starke Frequentierung und Nässe nicht mehr mit Ausbesserungsarbeiten in Stand gehalten werden konnte. Um das Sauberhalten und letztendlich die Pflege des Stad´ls zu erleichtern und den Putzaufwand zu verringern wurde der Eingangsbereich gepflastert.
So entstand im Laufe der Zeit durch den Einsatz vieler Helfer und einen großen Stundenaufwand eine Anlage, die einer vielfältigen Nutzung gerecht werden konnte.

Folgendes stand nun zur Verfügung:

Stad´l Erdgeschoss

  • Saal ca. 80 Sitzplätze mit kleiner Küche
  • Vorratsraum mit Kühlraum
  • Vorstandszimmer
  • Musikerzimmer
  • Toilettenanlagen

 

Obergeschoss

  • Bretten
  • Feuerwehrversammlungsraum
  • Jugendclub


Aussenbereich

  • Backofen nach fränkischem Vorbild
  • Freiluftkegelbahn
  • Hofraum mit Ganzjahressitzgelegenheiten
  • Freisitz überdacht
  • Bolzplatz
  • Freifläche mit Feuerstelle und Stellplatz für Mai- und Kirchweihbaum
  • Halle mit WC- und Duschanlage
  • Feuerwehrgerätehaus mit eigener Zufahrt
  • Parkplatz

 

Nach 14 langen Jahren des Aufbaus kandidiert Helmut Eichler nicht mehr für das Amt des ersten Vorsitzenden. An seine Stelle tritt am 04.04.1996 Michael Denzler und Norbert Maid als zweiter Vorsitzender und führten das Werk fort.
1997 steht ein neuer Mietvertrag mit der Stadt Erlangen an. Die Kommune signalisiert, dass sie keine finanzielle Hilfe mehr leisten kann und dass sie sich deshalb auch nicht mehr vertraglich binden möchte.
Ein Jahr dauerten die zähen Verhandlungen mit der Stadt über einen Verkauf des Stad´ls mit Gelände an den Verein. Das Liegenschaftsamt äußerte den Wunsch die St. Josefs Kapelle mit in die Verkaufsverhandlungen einzubinden.
In der Jahreshauptversammlung 1999 wurde einstimmig beschlossen, die Kaufverhandlungen mit der Stadt zügig fortzusetzen. Dementsprechend wurde der Verlängerung des Mietvertrages mit der Stadt nur befristet bis zur nächsten Mitgliederversammlung zugestimmt. Mittlerweile war auch eine finanzielle Unterstützung des Projektes, der Kauf des Stad´ls, gesichert.
Anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung am 31. März 2000 wurden Klaus Six zum ersten Vorstand und Werner Bergmann zum zweiten Vorstand gewählt. Mit überwältigender Mehrheit beschloss die Mitgliederversammlung den Stad´l inklusive Gelände und Kapelle von der Stadt anzukaufen.
Nach einem langen und zähen Verhandlungsmarathon, vorbereitet durch etliche Vorverhandlungen, wurde am 24. August 2000 das gesamte Anwesen mit Kapelle, Fussballplatz, Kegelbahn, Backofen und Maschinenunterstellhalle von der Stadt Erlangen an den Kosbacher Stad´l Verein verkauft. Somit wird der Kosbacher Stad´l nach 18 Jahren Herr im eigenen Haus. Ein offizieller Festakt hierzu fand am 26.08.2000 anlässlich der Kosbacher Kirchweih statt.

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